aRN!M 19-07-2007


Lebensreste-Retoure mit Brief





Raus, komplett vorbei und aus !

Vergangenheit maximal noch.


Trägt dumpf Wellen überall

Nun ist sie just irgendwer.


Nichts dringt mehr zu mir hindurch.

Nur die Spitze treibt den Schmerz.


Nicht lokalisierbar fein

Zehrt und lähmt, schiebt Tränen hoch.


Alles anders und doch gleich.

Nur ein Standplatz in der Zeit.


Sehnsucht nach Verderben steigt,

Stürz' mich rein, zieh's zu mir hin.


Grausamer als dieses Jetzt, kann der Tod wohl nicht mehr sein !?

 

 

 

 

19.7.07 18:07, kommentieren

aRN!M 2007-07-01


Gedanken am Abend


Leise Musik, Kerzen, dampfender Kaffee.

Spannung... ziemliche Spannung.

Die Zukunft schwebt in und zwischen dunstigen Wolken am Horizont.

Alles ist wieder wie zuvor... und doch ist etwas anders.

Emotionen balancieren auf runder Kante... ganz und gar nicht locker !

Sie war da !

Woher auch immer sie kam !?!

Ganz plötzlich.

So bekannt, so vertraut, obgleich ich sie noch nie zuvor getroffen.

Es gab nichts zu erklären, nichts zu begründen.

Es WAR einfach !

Stilles Einvernehmen, unabgesprochen.

Alles ging so schnell.

Wie ein Blitz durch die Dunkelheit.

Wie ein zum Wurf erhobenes Tau.

Der Donner sollte bis jetzt ausbleiben, das Boot nicht anlegen.

Spannung, unerträgliche Spannung.

Ich sitze gemütlich im warmen Geborgensein, bei sanftem Kerzenschein und duftendem Kaffee.

Ein Moment zum Verzweifeln.

Und doch ist das einzige, das die Oberflächlichkeit des Augenblicks erträglich macht der Gedanke daran, dass es jemanden gibt, der mit mir in Gedanken in ungeahnte Höhen fliegen kann.

Sie !

Sie ist nicht hier !

Das macht diesen Augenblick unerträglich !

Wir waren im Begriff anzukommen und sind schon wieder abgereist.

Wie ein Traum aus dem man viel zu früh erwacht.

Die Musik spielt leise, der Kaffee ist warm und doch kalt und hart gegenüber ihrer Wärme !

Ist es der Anfang ?

Ich sehe den Weg nicht vor mir.

Ist es das Ende ?

War das alles nur ein Traum und die schönen Momente Ergänzungen meiner Wünsche ?

Ist es weder das eine noch das andere ?

Spannung, lähmende Spannung !

Was birgt die Zukunft ?

Tiefer fliegen ?

Ausgeschlossen !

Alles ist wie bisher und doch ist etwas anders.

Es gibt ein Dazwischen, welches ich nicht vergessen kann !

Der Kaffee duftet und die Kerzen flackern... die Flammen tanzen.

Ich schließe die Augen und muss lächeln, denn ein Gedanke huscht vor meinem inneren Auge vorbei.

Ein Gedanke an sie !

Die Musik spielt und es ist schön warm...

 

 

 

8.7.07 14:59, kommentieren

aRNiM 1997



Bahngleise im Abendschein



Ein Kurzbesuch nach langer Zeit

In die Vergangenheit zurück.


Erinnerungen werden wach,

An Tage voller Glück.


Auch Du bist da, dicht neben mir,

Genau wie's Damals war.


Doch irgendetwas ist mit Dir

Und mir wird langsam klar:


Die Zeit verrinnt, eh' sie beginnt

Und niemals find' ich mehr die Tür


Zurück zum Ziel, ich gäb' so viel

Ich weiß: Ich will wieder zu Dir !


Doch nichts ist so, wie es mal war...

 

 

 

 

 

4.7.07 13:21, kommentieren

aRN!M 13032007





Erinnerungen


So viele Erinnerungen, die mich dort gebunden halten

Sind so viel mehr als ein Teil des Lebens, mehr ein Teil von mir.

So viel gründet sich auf ihnen, so viel fließt noch immer daraus,

Färbt willkürlich das Erleben, treibt Gedanken hin zu ihr.


Sind nur Muster, musst bekämpfen, musst vergessen, ignorieren

Und Dich anderem zuwenden, süßer Freiheit und Genuß.

Teile rufen, streben vorwärts, fühlen frischen Windes Brise

Schneidend spitz hält jene Ahnung, welche an sie denken muss.


Wo ist Zukunft, wo Erleben, wo der federleichten Sprünge

Junge Kraft auf festem Grunde, spielend Ankommen im Traum ?

Oh'n Ausgleiten auf des Eises transparent-liquiden Schleiers

Das zielsicher, wie mit Banden niederzieht zu Wahnsinn's Saum ?


Fliegen rasch auf Sonnenstrahlen, gratwandernde Emotionen

Formen Weit, zu eng zum Atmen... lähmende Ambivalenz.

Historie schiebt mit Macht. Leben zeitlich im Paradoxon

Parallel niemals ersetzbar, unterbindet Kongruenz.


Zu verbinden heißt entscheiden. Zu Harmonie's Lasten schneidet

Zukunft, Ziele, Vorhaben ab von dem was gewesen scheint.

Träume, Wünsche, Möglichkeiten, einst realitätsverändernd,

Treiben ab, trübe vergessen, waren – bleiben unvereint.


Geist versuchet, sich zu lösen, strebt zu finden feine Grenze,

Droht zu hängen, droht zu straucheln, unüberwindbar die Zeit.

Resigniert ob des Stagnierens, dumpf gefangen im dazwischen

Omnipräsent der Gedanke, ob ich geh', oder noch bleib'.

 

 

 

 

 

4.7.07 13:19, kommentieren

Das Wort

 

 

Ganz sanft dringt es durch Mauern die härter als Granit

Schafft federweiche Brücken, nimmt Emotionen mit.


Meist schwer nur zu erfassen, Du kannst es nicht mal seh'n

Ich weiß, wie ich es sage, so wirst Du es versteh'n



Ich hab das Wort setz' es ein, wie ich es will

nicht zu wenig, nicht zuviel

Und immerfort streichelt Herzen, spendet Licht

oder gibt, dass man zerbricht

Und nehm' ichs fort, dann ist es still !



Behauptung, oder Frage, Du wirst drauf reagier'n

Kann sanft, oder eiskalt zur Leidenschaft verführ'n


Kann lähmen, Atem nehmen und Leben isolier'n

Schon in geringen Mengen sozial exekutier'n



Ich hab das Wort setz' es ein, wie ich es will

nicht zu wenig, nicht zuviel

Und immerfort streichelt Herzen, spendet Licht

oder gibt, dass man zerbricht

Und nehm' ichs fort, dann ist es still !



Ob schön, oder gehässig... der Ton macht die Musik.

Stets in passendem Kontext, heimlich oder publik.


Denkst Du nun, Du beherrschst es und das beruhigt Dich sehr ?

Dann freu' Dich schon auf später. Ich hab noch sehr viel mehr...

 

 

 

5.6.07 11:05, kommentieren

Leben individuell



Was machst Du ? Was tust Du ?

Was hast Du ? Das bist Du !


Zertifiziert, promoviert, engagiert

Extern verführt, integriert, fremd diktiert


Stehst Du im Leben ? Ist Leben in Dir ?

Was musst Du geben ? Und was gibt es Dir ?


Was, denkst Du, ist Leben ?

Was, denkst Du, ist Wahrheit ?

Gibt es hierin Klarheit ?


Verhältst Dich verhalten

Lebst uniformell

Individuell


Ehre, Etikette, von Regeln geleitet

Wie es funktioniert wird Dir unterbreitet


Wo bist Du bei Dir, wo hast Du für Dich Raum ?

Du weißt wie Du bist, dabei kennst Du Dich kaum.


Stehst mitten darin und erkennst es nur nicht.

Verschließ Deine Augen, sonst siehst Du das Licht.


Öffne Deine Ohren und hör genau hin,

Was sie Dir verraten, woher und wohin.


Was, denkst Du, ist Leben ?

Was, denkst Du, ist Wahrheit ?

Gibt es hierin Klarheit ?


Verhältst Dich verhalten

Lebst uniformell

Individuell

 

 

 

 

5.6.07 12:52, kommentieren

Nur drei Worte



Es ist so leicht daher gesagt

Oft schon, wenn man jemand mag

Ob das nur an Gefühlen hängt,

Oder ob der Kopf mitlenkt ?


Weiß man sofort, wies jemand meint ?

Wann ist schon die rechte Zeit ?

Es kann gefühllos leicht verführ'n,

Oder ganz tief drin berühr'n


Bekannt ists auf der ganzen Welt.

Überall wird drauf gezählt.

Gerufen, oder fast wie Schweigen

Kann ungeahnte Wirkung zeigen.


Für manche sinds drei Worte nur

Für andre wohl der größte Schwur

Ein jedes Kind weiß wie mans spricht

Aber so viele sagens nicht


Oft ist es fraglich, was man fühlt

Und auch der Kopf ist nicht mehr kühl

Ist man weit weg und denkt an sich,

Oder ganz nah, lässt man es frei:


Ich liebe dich !“

 

 

 

5.6.07 12:55, kommentieren