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aRN!M 13032007





Erinnerungen


So viele Erinnerungen, die mich dort gebunden halten

Sind so viel mehr als ein Teil des Lebens, mehr ein Teil von mir.

So viel gründet sich auf ihnen, so viel fließt noch immer daraus,

Färbt willkürlich das Erleben, treibt Gedanken hin zu ihr.


Sind nur Muster, musst bekämpfen, musst vergessen, ignorieren

Und Dich anderem zuwenden, süßer Freiheit und Genuß.

Teile rufen, streben vorwärts, fühlen frischen Windes Brise

Schneidend spitz hält jene Ahnung, welche an sie denken muss.


Wo ist Zukunft, wo Erleben, wo der federleichten Sprünge

Junge Kraft auf festem Grunde, spielend Ankommen im Traum ?

Oh'n Ausgleiten auf des Eises transparent-liquiden Schleiers

Das zielsicher, wie mit Banden niederzieht zu Wahnsinn's Saum ?


Fliegen rasch auf Sonnenstrahlen, gratwandernde Emotionen

Formen Weit, zu eng zum Atmen... lähmende Ambivalenz.

Historie schiebt mit Macht. Leben zeitlich im Paradoxon

Parallel niemals ersetzbar, unterbindet Kongruenz.


Zu verbinden heißt entscheiden. Zu Harmonie's Lasten schneidet

Zukunft, Ziele, Vorhaben ab von dem was gewesen scheint.

Träume, Wünsche, Möglichkeiten, einst realitätsverändernd,

Treiben ab, trübe vergessen, waren – bleiben unvereint.


Geist versuchet, sich zu lösen, strebt zu finden feine Grenze,

Droht zu hängen, droht zu straucheln, unüberwindbar die Zeit.

Resigniert ob des Stagnierens, dumpf gefangen im dazwischen

Omnipräsent der Gedanke, ob ich geh', oder noch bleib'.

 

 

 

 

 

4.7.07 13:19, kommentieren

aRNiM 1997



Bahngleise im Abendschein



Ein Kurzbesuch nach langer Zeit

In die Vergangenheit zurück.


Erinnerungen werden wach,

An Tage voller Glück.


Auch Du bist da, dicht neben mir,

Genau wie's Damals war.


Doch irgendetwas ist mit Dir

Und mir wird langsam klar:


Die Zeit verrinnt, eh' sie beginnt

Und niemals find' ich mehr die Tür


Zurück zum Ziel, ich gäb' so viel

Ich weiß: Ich will wieder zu Dir !


Doch nichts ist so, wie es mal war...

 

 

 

 

 

4.7.07 13:21, kommentieren

aRN!M 2007-07-01


Gedanken am Abend


Leise Musik, Kerzen, dampfender Kaffee.

Spannung... ziemliche Spannung.

Die Zukunft schwebt in und zwischen dunstigen Wolken am Horizont.

Alles ist wieder wie zuvor... und doch ist etwas anders.

Emotionen balancieren auf runder Kante... ganz und gar nicht locker !

Sie war da !

Woher auch immer sie kam !?!

Ganz plötzlich.

So bekannt, so vertraut, obgleich ich sie noch nie zuvor getroffen.

Es gab nichts zu erklären, nichts zu begründen.

Es WAR einfach !

Stilles Einvernehmen, unabgesprochen.

Alles ging so schnell.

Wie ein Blitz durch die Dunkelheit.

Wie ein zum Wurf erhobenes Tau.

Der Donner sollte bis jetzt ausbleiben, das Boot nicht anlegen.

Spannung, unerträgliche Spannung.

Ich sitze gemütlich im warmen Geborgensein, bei sanftem Kerzenschein und duftendem Kaffee.

Ein Moment zum Verzweifeln.

Und doch ist das einzige, das die Oberflächlichkeit des Augenblicks erträglich macht der Gedanke daran, dass es jemanden gibt, der mit mir in Gedanken in ungeahnte Höhen fliegen kann.

Sie !

Sie ist nicht hier !

Das macht diesen Augenblick unerträglich !

Wir waren im Begriff anzukommen und sind schon wieder abgereist.

Wie ein Traum aus dem man viel zu früh erwacht.

Die Musik spielt leise, der Kaffee ist warm und doch kalt und hart gegenüber ihrer Wärme !

Ist es der Anfang ?

Ich sehe den Weg nicht vor mir.

Ist es das Ende ?

War das alles nur ein Traum und die schönen Momente Ergänzungen meiner Wünsche ?

Ist es weder das eine noch das andere ?

Spannung, lähmende Spannung !

Was birgt die Zukunft ?

Tiefer fliegen ?

Ausgeschlossen !

Alles ist wie bisher und doch ist etwas anders.

Es gibt ein Dazwischen, welches ich nicht vergessen kann !

Der Kaffee duftet und die Kerzen flackern... die Flammen tanzen.

Ich schließe die Augen und muss lächeln, denn ein Gedanke huscht vor meinem inneren Auge vorbei.

Ein Gedanke an sie !

Die Musik spielt und es ist schön warm...

 

 

 

8.7.07 14:59, kommentieren

aRN!M 19-07-2007


Lebensreste-Retoure mit Brief





Raus, komplett vorbei und aus !

Vergangenheit maximal noch.


Trägt dumpf Wellen überall

Nun ist sie just irgendwer.


Nichts dringt mehr zu mir hindurch.

Nur die Spitze treibt den Schmerz.


Nicht lokalisierbar fein

Zehrt und lähmt, schiebt Tränen hoch.


Alles anders und doch gleich.

Nur ein Standplatz in der Zeit.


Sehnsucht nach Verderben steigt,

Stürz' mich rein, zieh's zu mir hin.


Grausamer als dieses Jetzt, kann der Tod wohl nicht mehr sein !?

 

 

 

 

19.7.07 18:07, kommentieren